{
"name": "Düsseldorfer Alt-Hefe",
"typ": "Obergärig, kalt konditioniert",
"gattung": "Altbier",
"herkunft": "Düsseldorf, Deutschland",
"temp_min": 15,
"temp_max": 18,
"vergaerung_min": 78,
"vergaerung_max": 86,
"alkoholtoleranz": 8,
"flockung": "Sehr hoch",
"schaum": "Gering",
"gaerverhalten": "Sehr ruhig, diszipliniert",
"sedimentation": "Sehr schnell, sehr kompakt",
"drucktoleranz": "Mittel",
"sulfitproduktion": "Sehr gering",
"ester_pct": 12,
"ester_note": "Extrem geringe Esterbildung — fast nicht von einem Lagerbier zu unterscheiden",
"phenol_pct": 5,
"phenol_note": "Keine relevante Phenolproduktion",
"neutral_pct": 80,
"neutral_note": "Sehr hohe Neutralität — durch Kaltlagerung dem Lagerbier-Profil angenähert",
"intro": "Die Düsseldorfer Alt-Hefe ist eine regionale Spezialität aus den historischen Düsseldorfer Hausbrauereien (Zum Uerige, Schumacher, Füchschen, Schlüssel). Noch sauberer als die allgemeine Altbier-Hefe, mit ausgeprägter Flockung und sehr niedriger Esterproduktion. Die lange Kaltlagerung bei 2–4 °C ist für diese Hefe nicht nur Tradition, sondern Notwendigkeit.",
"aroma_tags": [
[
"extrem sauber",
"sauber"
],
[
"lagerbierartig",
"neutral"
],
[
"keine Ester",
"neutral"
],
[
"regional",
"sauber"
]
],
"brauhinweis": "Strikte Temperaturdisziplin: 15–17 °C Gärtemperatur, nicht höher. Kaltlagerung mindestens 4 Wochen bei 2–4 °C ist Pflicht. Die sehr hohe Flockung ist Vorteil und Herausforderung: Bier wird sehr schnell klar, aber Hefe setzt sich so schnell ab, dass Nachgärung im Fass schwierig ist. Für Fassausschank: Hefe vor Abfüllung gut aufwühlen.",
"bierstile": [
[
"Altbier",
"/bierstile/altbier/"
]
],
"aehnliche": [
[
"Altbier-Hefe",
"/hefe/altbier-hefe/",
"Etwas weniger regional spezifisch, leicht mehr Ester — universeller einsetzbar."
],
[
"Kölsch-Hefe",
"/hefe/koelsch-hefe/",
"Ähnliches Konzept obergärig + kalt konditioniert, aber heller und blumiger."
]
],
"fun_fact": "Die vier verbliebenen Düsseldorfer Hausbrauereien keltern ihren Hefestamm wie Familienschmuck. Zum Uerige etwa ist seit dem 19. Jahrhundert ununterbrochen in Betrieb und hat seinen Stamm nie an eine Reinzuchtfirma abgegeben. Wissenschaftler der Universität Düsseldorf konnten zeigen, dass die vier Stämme trotz geografischer Nähe genetisch deutlich unterschiedlich sind — jede Brauerei hat ihre einzigartige Hefepersönlichkeit.",
"quellen": [
[
"Kunze, W.: Technologie Brauer und Mälzer. VLB Berlin.",
"https://www.vlfb.de"
],
[
"Cornell, M.: Amber, Gold and Black. History Press.",
"https://www.historypress.co.uk"
],
[
"BJCP Style Guidelines 2021 — 7B: Altbier",
"https://bjcp.org"
]
]
}
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