{
"name": "Obergärige Weizenhefe",
"typ": "Obergärig",
"gattung": "Weizenbier",
"herkunft": "Bayern, Deutschland",
"temp_min": 17,
"temp_max": 23,
"vergaerung_min": 72,
"vergaerung_max": 80,
"alkoholtoleranz": 8,
"flockung": "Gering",
"schaum": "Sehr hoch",
"gaerverhalten": "Lebhaft, schäumend — viel Headspace nötig",
"sedimentation": "Sehr langsam",
"drucktoleratur": "Gering — max. 0,5 bar",
"sulfitproduktion": "Gering",
"drucktoleranz": "Gering — max. 0,5 bar",
"ester_pct": 72,
"ester_note": "Isoamylacetat (Banane) — das charakteristischste Ester, temperatur- und raststeuertbar",
"phenol_pct": 65,
"phenol_note": "4-Vinylguaiacol (Nelke) — aus Ferulasäurespaltung, durch 44 °C Rast verstärkt",
"neutral_pct": 5,
"neutral_note": "Keine Neutralität angestrebt — Banane und Nelke sind das Produkt",
"intro": "Die obergärige Weizenhefe erzeugt das unverwechselbare Banane-Nelke-Aromaprofil bayerischer Hefeweizen. Zwei Schlüsselverbindungen dominieren: Isoamylacetat (Banane, entsteht bei 18–22 °C) und 4-Vinylguaiacol (Nelke, entsteht durch eine Ferulasäurerast bei 44 °C). Das Verhältnis beider ist steuerbar. Die geringe Flockung hält die Hefe dauerhaft in Suspension — Hefetrübung ist stilkorrekt.",
"aroma_tags": [
[
"Banane",
"bananig"
],
[
"Nelke",
"nelkenartig"
],
[
"Isoamylacetat",
"esteri"
],
[
"4-Vinylguaiacol",
"phenolisch"
],
[
"hefetrüb",
"neutral"
]
],
"brauhinweis": "Ferulasäurerast bei 44 °C für 10–15 min vor der Hauptmaische erhöht Nelkenpotenzial. Für mehr Banane: Gärtemperatur auf 21–23 °C erhöhen, Ferulasäurerast weglassen. Für mehr Nelke: 17–19 °C, Ferulasäurerast durchführen. Sehr viel Headspace einplanen (mind. 30 %). Flaschengärung: Hefe gut aufwühlen beim Abfüllen.",
"bierstile": [
[
"Weizen",
"/bierstile/weizen/"
],
[
"Weizenbier",
"/bierstile/weizenbier/"
],
[
"Wheat Beer",
"/bierstile/wheat-beer/"
],
[
"Hefeweizen",
"/bierstile/hefeweizen/"
]
],
"aehnliche": [
[
"Weizenhefe Stamm 68",
"/hefe/weizenhefe-weihenstephan-68/",
"Spezifischer Stamm mit besonders gut steuerbarerm Banane-Nelke-Verhältnis — präzisere Kontrolle."
]
],
"fun_fact": "Das Bananen-Aroma im Hefeweizen kommt nicht von Bananen — es entsteht aus Isoamylacetat, das die Hefe als Nebenprodukt des Alkoholstoffwechsels produziert. Der Schwellenwert liegt bei nur 1,2 mg/l — weniger als ein Wimpernschlag Aroma reicht aus, um das charakteristische Bananensignal zu erzeugen. Bei zu hoher Gärtemperatur kippt das Profil: Isoamylacetat wird so dominant, dass das Bier nach künstlichem Bananenjoghurt riecht — ein Braufehler.",
"quellen": [
[
"Narziss, L.: Abriss der Bierbrauerei. Wiley-VCH.",
"https://www.wiley.com"
],
[
"Kunze, W.: Technologie Brauer und Mälzer. VLB Berlin.",
"https://www.vlfb.de"
],
[
"BJCP Style Guidelines 2021 — 10A: Weizen",
"https://bjcp.org"
]
]
}
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