Hallertauer Gold
Kurzprofil Hallertauer Gold
| Hopfentyp | Aromasorte / Dual‑Purpose |
| Ursprungsland | Deutschland, Hopfenforschungszentrum Hüll |
| Anbaugebiete (DE) | Hallertau (primär) |
| Anbauländer | DE |
| IHGC-Code | HGO |
| Reife | früh |
| Abstammung | Abstammung von Hallertauer Mittelfrüh |
| Lagerstabilität | mittel (47 % Alphasäuren nach 6 Monaten bei 20 °C) |
| Ertrag (typisch) | 1.345–1.565 kg/ha |
| Registrierung | Mitte 1970er entwickelt, Ende 1980er freigegeben |
| Substitute |
Analytisches Kurzprofil Hallertauer Gold
| Alphasäure | 7–10 % typisch 8,5 % |
| Betasäure | 5–7 % typisch 6 % |
| Cohumulone | ca. 20 % der Alphasäuren |
| Gesamtöl | 1,78 ml/100 g |
| Myrcen | 63 % |
| Humulen | 17 % |
| Farnesen | 0,2 % |
| β-Caryophyllen | 4,8 % |
Aromaprofil und Sensorik
Im Rohhopfen: Hallertauer Gold wird sensorisch durch ein angenehmes, kontinentales Aromaprofil charakterisiert, das typisch für deutsche Aromasorten ist. Das Aroma ist mild und ausgewogen, mit niedrigem Cohumulongehalt, der zu einer weichen Bitterqualität beiträgt. Hauptnoten sind blumige, kräuterige und leicht würzige Akzente.
Im Bier: Im fertigen Bier entfaltet Hallertauer Gold eine milde, kontinentale Hopfennote mit weicher Bittere. Bei frühen bis mittleren Kochgaben liefert die Sorte eine moderate, glatte Bitterqualität. Bei Spätgaben und Whirlpool zeigen sich milde, kontinentale Hopfennoten mit floralen und würzigen Akzenten – zurückhaltend und ausgewogen.
Brauereieinsatz und typische Bierstile
Hallertauer Gold ist eine vielseitige Aromasorte, die sowohl für Bitter- als auch für Aromahopfung eingesetzt werden kann. Die Sorte wurde als agronomische Verbesserung gegenüber Mittelfrüh entwickelt, mit höheren Alphasäuren und besserer Welkeresistenz.
Anbaueigenschaften, Ertrag und Klimaresilienz
| Typischer Ertrag | 1.345–1.565 kg/ha |
| Ertragsstabilität | Moderat bis hoch; stabile Erträge bei guten Anbaueigenschaften |
| Welke (Verticillium) | Resistent (Hauptzuchtziel) |
| Peronospora | Resistent |
| Echter Mehltau | Moderat resistent |
| Klimatoleranz | Mittlere Anpassung; für kontinentales Klima gezüchtet |
| Optimale Anbauregionen | Deutschland (v. a. Hallertau) |
Hallertauer Gold wurde gezüchtet, um die Welkeprobleme zu überwinden, die bei Hallertauer Mittelfrüh auftraten, und zeigt verbesserte Resistenzen bei moderaten bis hohen Erträgen. Die Verticillium-Resistenz war das Hauptzuchtziel und wurde erfolgreich umgesetzt.
Vergleich mit ähnlichen Hopfensorten
| Sorte | Unterschied zu Hallertauer Gold |
|---|---|
| Hallertauer Mittelfrüh | Gold ist ein direkter Nachkomme mit höheren Alphasäuren (7–10 % vs. 3–5,5 %) und besserer Welkeresistenz. Mittelfrüh hat ein feineres, klassischeres Noble‑Aroma, während Gold etwas kräftiger und vielseitiger einsetzbar ist. |
| Hallertauer Tradition | Tradition ist eine Tochtersorte von Gold (Mutter: Gold, Vater: 76/015/106) und verfeinert das Profil zu niedrigeren Alphasäuren (4–7 %) und stärker zitrisch‑würzigem Aroma. Gold ist bitterstärker, Tradition feiner und nobler im Charakter. |
| Perle | Perle ist eine Kreuzung aus Mittelfrüh und Northern Brewer, mit würzigeren, pfefferigen Noten und Alphasäuren von 6–9 %. Beide Sorten sind vielseitig, aber Perle tendiert zu kräftigerer Würze, Gold zu milderem, kontinentalem Charakter. |
Hallertauer Gold bei proHops.eu
In dieser Kategorie findest du Hallertauer Gold in verschiedenen Jahrgängen und Gebindegrößen. Die Produktseiten enthalten die konkrete Analytik der Charge sowie Details zu Herkunft und Verarbeitung. Hallertauer Gold ist eine solide Wahl für Brauereien, die eine welke‑resistente Alternative zu Hallertauer Mittelfrüh mit höherer Bitterleistung suchen – ideal für klassische deutsche Lager und amerikanische Light Lager.
Weiterführende Fachquellen
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